Klein und robust:
Kompaktkameras in der Outdoor-Fotografie?!

Sie sind klein und leicht, doch sind sie auch robust und für die Outdoor-Fotografie geeignet? Geringes Gewicht und Abmaße sind für viele aktive Fotografen, beispielsweise bei Bergtouren, schon mal gute Argumente. Und also noch analog fotografiert wurde, da gab es doch schon mal was, dass heute Outdoor-Kamera genannt werden würde. Und tatsächlich gibt es wieder zunehmend Kompaktkameras, die Ruckeln oder Stöße ebenso wegstecken können wie einen Schwapps Wasser oder Sand und Staub. Diese Eigenschaften machen die robusten Kompaktfotoapparate nicht nur für erlebnisorientierte Fotografen interessant.

Olympus als Vorreiter bei Outdoor-Kameras

Outdoor-Kameras werden von mehr und mehr Hersteller mit ins Programm genommen. Olympus hat es vorgemacht und bereits mehrere robuste Kompaktkameras herausgebracht. Ein Beispiel ist dass Modell THOUGH 8000, dass man für knapp 400€ bekommen kann. Dafür bekommt man eine Kamera, die auch unter Wasser eingesetzt werden kann und Stürze von bis zu zwei Metern locker übersteht.

Sind die Kameras wirklich outdoortauglich?

Normalsterbliche Kameras sind sehr intollerant wenn es um Stürze, Stöße, Staub oder Wasser geht. Gerade wenn sie eingeschaltet sind, ist ein normales "aus der Hand fallen lassen" oftmals einem Todesurteil gleichzusetzen. Doch sind die Outdoor-Digicams hier besser ausgestellt? Die Experten sagen ja.

Verschiedene Autoren bestätigen in Fachmagazinen immer wieder: ja, die Kameras sind outdoortauglich. Oder zumindest outdoortauglicher, denn sie zeichnen sich durch die folgenden Eigenschaften aus:

  • Stürze aus bis zu zwei Metern Fallhöhe verkraften selbst angeschaltete Kameras
  • weniger anfällig für Kratzer und Schrammen
  • Funktionsfähigkeit auch bei extremeren Temperaturen gewährleistet
  • wasserdichte Fotokameras ermöglichen auch Bilder bei hoher Luftfeuchtigkeit
  • teilweise bis mehrere Meter wasserdicht - im aufnahmebereiten Zustand

Bedienbarkeit und Alltagstauglichkeit von Outdoor-Kamers

Es wurde bereits angemerkt, dass bei der Auswahl der Kamera ggf. auf besondere Anforderungen an das Handling geachtet werden muss. Für Bilder in der Felswand ist es praktisch die Kamera mit nur einer Hand bedienen zu können. Wintersportler möchten die Handschuhe evtl. anlassen und brauchen große Knöpfe. Und Wildwassersportler wollen nicht nur wasserdichte Digitalkameras, sondern meist auch schnelle Reaktionszeiten und Startsequenzen. Doch kann die Outdoor-Kompaktkameras auch im Alltag mit den "normalen" Konkurrenten mithalten?

Zunächst muss man fairer Weise sagen, dass es bislang keine übermäßig große Auswahl gibt. Man wird im rießigen Feld der normalen Kameras also immer eine finden, welche die Leistung der Outdoor-Kamera in den Schatten stellt. Dennoch sollte man deren Konkurrenzfähigkeit nicht verkennen.

In Sachen Zoom, Auflösung, Sensortechnik, Bildqualität oder anderen relevanten Eckdaten sind keine nennenswerten Nachteile zu erkennen. Eigentlich logisch, da meist bewährte Technik in eine robuste Schale gesteckt wird - ein extra Outdoor-Sensor wäre mir jedenfalls nicht bekannt. Und Gehäuse aus Metall und Gummi haben, das erkennt ein jeder, keinen unmittelbaren Einfluss auf die Bildqualität.

Und wie ist es mit dem Handling? Nun, man kann eine Outdoorkamera auch ohne Handschuhe und dreckverschmierten Gesicht gedienen. Die teilweise gummierten Bedienelemente sind zwar manchmal etwas gewöhnungsbedürftig. Jedoch steigt hier die Bedienbarkeit zunehmend und wenn Knöpfe hackeln, sollte man den Kauf ohnehin nochmal gründlich überdenken. In Summe kann man also feststellen: ja, auch das Handling ist im Alltag kein Problem.

Es überwiegen also die Vorteile, die eine Outdoor-Kamera auch außerhalb des Jungles gegenüber normalen kompakten haben:

  • keine Panikattaken mehr, wenn die kleine Nichte "Cola küsst Kamera" spielt
  • weniger Angst, dass der Schnappschuss am Strand der letzte mit der Kamera sein könnte
  • nie mehr

Tipps für den Kauf von Outdoor-Kompaktkameras

Man sollte stets noch einige Punkte im Augen haben, wenn man die über die Anschaffung einer Outdoor-Kompaktknipse nachdenkt. Einige Anregungen anbei:

  • wer in klirrender Kälte fotografieren will, sollte die Leistung des Akkus genauer betrachten - oder einen Zweiten und Dritten anschaffen
  • bei Unterwasseraufnahmen ist wenig Licht vorhanden: hohe, rauscharme ISO-Werte und gute Lichtstärken sind als von Nöten
  • Speicherkarten gehören in Outdoor-Kameras ebenfalls die robusten Varianten. Ich empfehle die SanDisk Extreme- und SanDisk Ultra-Reihe
  • Outdoor-Aktive haben oft spezielle Anforderungen an das Handling: Bedienbarkeit mit Handschuhen, einhändige Bedienbarkeit und so weiter

Einige Kaufempfehlungen für Outdoor-Kompaktkameras habe ich Ihnen als kleine Marktübersicht auf einer eigenen Seite zusammengestellt.