Speicherkarten für Digitalkameras

Sie sind klein und oftmals die geringste Investition im Rahmen der Fotoausrüstung. Dennoch sollte man die kleinen Speicherchips, egal ob SD-Karte oder Compact Flash Speicher, nicht unterschätzen. Denn: die Kamera und Sie machen die Bilder - die Karte bewahrt sie auf, bringt sie sicher bis zum PC. Hoffentlich. Rentiert sich also die Anschaffung von Markenkarten, beispielsweise aus dem Hause SanDisk, oder reicht die billige Version aus dem Discounter-Angebot?

Speicherkarten: nicht am falschen Eck sparen

wenn tot, dann bilder weg

  • Kaufen Sie besser ein oder zwei Karten mehr: nichts ärgert Sie mehr als ein verpasstes Motiv, weil Sie auf der Wanderung bis zum Gipfel doch mehr abgelichtet haben als gedacht.
  • Wählen Sie qualitativ hochwertige Speicherkarten, die auch schwankende Temperaturen und Feuchtigkeit vertragen - sie werden es sich danken.

Kaufempfehlungen und Tipps

 

Qualitätskriterien für Speichermedien in Digicams

Warum habe ich die obenstehenden Karten der Firma SanDisk empfohlen? Meiner Erfahrung nach, und ich scheine hier nicht alleine zu sein, erfüllen diese alle relevanten Qualitätskriterien für Speicherkarten:

  • Zuverlässigkeit i.S.v. Datensicherheit: ich habe SanDisk-Karten gebadet, gesandet oder auch Feuchtigkeit und Hitze ausgesetzt. Noch nie hat mich dabei eine der Karten verlassen.
  • Kompatibilität: Karte in Kamera stecken, formatieren und loslegen. Ärgerlich, wenn dies bei billigen Karten schon öfters nicht so geklappt hat. Mit den SanDisk Markenspeichern hatte ich noch nie ein solches Problem.
  • Die Geschwindigkeit der Karten, insbesondere der Extreme III und Ultra IV sind sensationell - sowohl die Lesegeschwindigkeit als auch die Schreibgeschwindigkeit überzeugen. Eine Kamera mit zügiger Serienbildfunktion (zunehmend häufiger) werden damit nicht ausgebremst. Zudem sind oftmals mehr Bilder in Folge möglich, da der Zwischenspeicher schneller geleert wird.

Im Fall der Fälle: Photos von kaputter Speicherkarte retten

Irgendwann tritt der schlimmste aller Fälle dann vielleicht doch ein: das Traummotiv mit der tollen Wetterstimmung vom Berg scheint verloren, weil die Speicherkarte ihren Dienst versagt. Doch noch ist nicht jede Hoffnung zu begraben, Photos von SD- und sonstigen Speicherkarten können oftmals problemlos wiederherstellt werden. Hierfür habe ich einige sog. Photo-Recovery-Programme zusammengestellt, die Ihnen gute Dienste leisten können:

  • Die Freeware "PC Inspector smart recovery" der Firma Convar ist einfach zu bedienen und hat schon mehrere Speicherkarten von Bekannten (teilweise) wiederhergestellt. Läuft auf Windows und kann aus dem Internet heruntergeladen werden.
  • Für harte Fälle kann man auf die Shareware PhotoRescue für Windows zurückgreifen. Diese kostet zwar ein paar Euro, zeigt in der Demoversion aber erst einmal was sie leisten kann (Bilder werden wiederhergestellt, lassen sich aber nicht speichern). Hoffnung besteht selbst dann, wenn Datei-Inhaltsverzeichnis (FAT) zerstört wurde. Kann ebenfalls über das Internet bezogen werden.

  • Für Mac-User ist das Programm EXIF Untrasher von Carsten Blüm eine Empfehlung um Photos von Speicherkarten wiederherzustellen. Voraussetzung ist, dass der Apple-Computer die Karte noch als Laufwerk erkennt. Ist das der Fall, hilft das kostenlose Programm (Internet-Download) schnell weiter.

 

Foto der Filmdosen-Speicherkarte: Klicker, PIXELIO.de